Project Description

Wie beim Pilotprojekt wurden alle Metadaten und die gescannten Bilder auf dem System MyCoRe abgebildet (http://www.mycore.de), das speziell auf die Bedürfnisse digitaler Bibliotheken und Archivlösungen abzielt. Es weist u.a. ein flexibles, konfigurierbares Metadatenmodell, ein internes, hierarchisches Dateisystem, hierarchische Klassifikationssysteme sowie Benutzer- und Rechteverwaltung auf. Der Kern der Software unterliegt den Bestimmungen der GNU (General Public License), und der Arbeitskreis betreibt die Weiterentwicklung als Open-Source-Projekt.

Um die Softwarelösung aus dem Pilotprojekt in das Refaiya-Projekt zu übertragen, wurde zunächst ein Template entwickelt, das als Vorlage für datenbankgestützte Projekte im Allgemeinen dient. Dazu musste eine möglichst standardisierte Anwendungsversion erarbeitet werden (MyIHS), die ohne großen Aufwand an die spezifischen Ansprüche des Refaiya-Projekts angepasst werden konnte.

Die Scandaten orientieren sich ebenfalls an den im Pilotprojekt erarbeiteten Standards. Die Masterscans wurden bei einem Größenverhältnis von 1:1 mit einer Auflösung von 300 dpi aufgenommen. Die Farbtiefe beträgt 48 bit. Ausnahme sind vom Kodikologen eindeutig gekennzeichnete Seiten mit Illuminationen, Wasserzeichen u.ä., die mit 600 dpi gescannt wurden. Als Dateiformat für die Masterscans kam wieder das Tiff-Format zum Einsatz, das eine ausreichende Kompatibilität mit allen gängigen Systemen garantiert. Die Masterscans wurden nach Abgleich der Kontrast- und Helligkeitswerte mit dem Original separat gespeichert und dem Backup-Zyklus zugeführt. Daraus wurden nach Randbeschneidung und Ergänzung der exif-Angaben Jpegs mit 100 dpi Auflösung für den Einsatz im Internet generiert.

Die Suchmethoden sind flexibel angelegt. Der Informationssuchende kann z. B. zwischen der Benutzung von Filtern und einer Stichwortsuche (parametrische und Freitextsuche) oder auch einer Kombination dieser beiden Suchstrategien wählen. Des Weiteren wurde die Möglichkeit des direkten „Browsing“ in den Bestandslisten ermöglicht.

Die Grunddatenbank wurde durch spezifische Datenbanken ergänzt, die kodikologischen und kulturhistorischen Ansprüchen gerecht werden sollen: einer Datenbank zu den Sekundäreinträgen, sowie einer Datenbank zu den Bucheinbänden (als Pilotprojekt in Auswahl). Den besonderen Anfordernissen einer Datenbank für arabische, persische und osmanische Handschriften wurde dadurch begegnet, dass man in arabischer Schrift, in den offiziellen Umschriften für das Deutsche (Deutsche Morgenländische Gesellschaft) und das Englische (Library of Congress), aber auch ohne Umschrift suchen kann. Für das Arabische und die zwei genannten Umschriftsysteme ist zudem eine separate Tastaturoberfläche integriert worden.

http://www.refaiya.uni-leipzig.de/